DEAR BEAUTIFUL BELOVED blickt auf die Ukraine im Krieg durch die Menschen, die die schwersten Aufgaben tragen: jene, die nicht fliehen können, die Freiwilligen, die die Toten transportieren, und die Familien, die auf Nachrichten warten. Juri Rechinsky folgt alltäglichen Wegen, die durch Angst, Distanz und Verlust außergewöhnlich werden, und bleibt dabei dicht an der täglichen Überlebensrealität.
Ein Fahrer und eine Studentin bringen gefallene Soldaten zu ihren Familien zurück, während eine junge Mutter mit ihren beiden Kindern nach Budapest gelangen will und ältere Frauen für wenige Tage in einer Notunterkunft unterkommen. Der Film bewegt sich zwischen diesen parallelen Wegen und zeigt, wie jede Fahrt zu einer Prüfung von Kraft, Zeit und Hoffnung wird.
Statt sich auf die Front zu konzentrieren, beobachtet DEAR BEAUTIFUL BELOVED, was der Krieg mit denen macht, die zurückbleiben: mit Menschen, die zu alt, zu krank oder zu erschöpft sind, um zu fliehen, und mit den Helfenden, die Versorgung, Transport und Trauer organisieren müssen. Der Film zeigt Solidarität als Arbeit unter Druck, bei der schon eine Treppe zum Hindernis werden kann und selbst eine kurze Fahrt ein kaum zu tragendes Gewicht trägt.
Juri Rechinsky, der in der Ukraine aufgewachsen ist, kehrte für mehrere Monate in seine frühere Heimat zurück, um DEAR BEAUTIFUL BELOVED zu drehen, einen Film, der den Ausnahmezustand als harte Form von Normalität dokumentiert. DEAR BEAUTIFUL BELOVED hinterlässt einen klaren, zurückhaltenden Blick auf Standhaftigkeit und Verbundenheit in der Krise.